Ein Lebenslauf beantwortet zuverlässig eine Frage: Was hat diese Person bisher gemacht? Er beantwortet nicht, wie sie es gemacht hat. Und genau daran entscheidet sich im Alltag, ob eine Anstellung funktioniert.
Wer in der Personalvermittlung arbeitet, sieht dieses Muster regelmässig. Fachlich passte alles, die Zeugnisse waren gut, das Vorstellungsgespräch angenehm. Nach vier Monaten passt es trotzdem nicht, weil die Person mehr Struktur gebraucht hätte, als der Betrieb bieten kann, oder weil die Zusammenarbeit im Team anders gedacht war.
Was im Lebenslauf nicht steht
Für die tägliche Zusammenarbeit sind Punkte entscheidend, die auf keinem Blatt stehen: Wie geht jemand mit unklaren Vorgaben um? Braucht die Person eine klare Reihenfolge oder blüht sie auf, wenn mehreres gleichzeitig läuft? Wie wird Kritik aufgenommen, wie wird sie gegeben? Wie viel Abstimmung braucht es, bevor entschieden wird?
Diese Fragen lassen sich beantworten. Aber nicht mit der Frage «Was sind Ihre Stärken und Schwächen?».
Warum das Bauchgefühl allein nicht reicht
Erfahrene Personalverantwortliche haben ein gutes Gespür für Menschen. Doch ein Gespräch von einer Stunde bleibt eine Momentaufnahme. Wer souverän auftritt, wirkt kompetent, auch wenn die Umsetzung im Alltag anders aussieht. Wer nervös ist, wirkt unsicher, obwohl die Person seit zehn Jahren zuverlässig eine Abteilung führt.
Deshalb arbeiten wir mit einer Kombination: strukturierte Interviews mit Fragen nach konkreten Situationen, systematisch eingeholte Referenzen und eine Persönlichkeitsanalyse als dritte Perspektive.
PersProfile – Persönlichkeit strukturiert erfassen
PersProfile ist das Persönlichkeitsanalyse-Instrument, das wir bei KMU Jobs einsetzen. Der Durchlauf dauert rund 15 Minuten. Die Auswertung zeigt, wie jemand Aufgaben angeht, wie die Person kommuniziert, wie sie auf Druck reagiert und in welchem Umfeld sie ihre Stärken ausspielt.
Wichtig ist uns dabei zweierlei. Erstens ist die Auswertung kein Test, den man bestehen oder nicht bestehen kann. Es gibt kein richtiges Profil, sondern nur ein Profil, das zu einer bestimmten Aufgabe und einem bestimmten Team mehr oder weniger passt. Zweitens ersetzt sie kein Gespräch. Sie liefert die Punkte, die wir im zweiten Interview vertiefen und häufig sind es genau diese Punkte, die vorher niemand angesprochen hätte.
Was das für Arbeitgeber bedeutet
Sie erhalten von uns keine Liste mit Lebensläufen, sondern eine begründete Einschätzung: warum wir jemanden vorschlagen, wo wir eine Stärke sehen und wo ein Punkt liegt, den Sie im Gespräch anschauen sollten. Das macht die Auswahl nicht risikofrei, aber deutlich besser abgestützt.
Was das für Bewerbende bedeutet
Für Kandidatinnen und Kandidaten hat dieses Vorgehen einen konkreten Vorteil: Sie werden nicht nur an zwei Seiten Papier gemessen. Eine Lücke im Lebenslauf oder ein Quereinstieg fällt weniger ins Gewicht, wenn die Arbeitsweise zur Stelle passt und Sie erhalten eine Rückmeldung, mit der Sie etwas anfangen können, auch dann, wenn es mit einer bestimmten Position nicht funktioniert.
Sie suchen Verstärkung für Ihr Team oder eine neue Aufgabe? Beides beginnt mit einem Gespräch. KMU Jobs AG, Pratteln – www.kmu.jobs
